Bei uns wird QUALITÄT groß geschrieben

Der Medizinische Dienst prüft regelhaft einmal im Jahr die Pflegequalität von allen stationären Pflegeeinrichtungen und von allen ambulanten Pflegediensten. Den Auftrag für eine Prüfung bekommt der MDK von den Verbänden der Pflegekassen. Die von den Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und ihre Qualität werden in Form von Noten bewertet und die Ergebnisse im Internet und durch Aushang in der Pflegeeinrichtung veröffentlicht.

 

Braunschweig 2017 - Ergebnis "sehr gut"

Salzgitter 2017 - Ergebnis "sehr gut"

Für gute Pflege gibt es zahlreiche Anhaltspunkte. Bei Prüfungen erfragt der MDK unter anderem die Zufriedenheit eines Teils der Versicherten. Außerdem wird der körperliche Zustand der Versicherten überprüft, um Rückschlüsse auf die Pflegequalität ziehen zu können. Hier haben wir eine Auswahl von Kriterien, die im Bereich der ambulanten und stationären Pflege bei Prüfungen gelten, für Sie aufgelistet:

 

Ambulante Pflegedienste

  • Wie ist der Pflegezustand des Kunden bzw. Pflegebedürftigen? Dafür untersuchen die MDK-Prüfer unter anderem den Haut- und den Ernährungszustand der Pflegebedürftigen und prüfen eingesetzte Inkontinenzprodukte.
  • Werden die vereinbarten Leistungen zur Ernährung durchgeführt?
  • Wird der Pflegebedürftige bzw. werden seine Angehörigen bei Defiziten in der Ernährung über mögliche Maßnahmen informiert?
  • Werden Pflegebedürftige bei Inkontinenz über erforderliche Maßnahmen beraten?
  • Entspricht die Medikamentengabe der ärztlichen Anordnung?
  • Werden Wunden nach dem aktuellen Wissenstand versorgt?
  • Erhält der Pflegebedürftige vor Leistungsbeginn einen Kostenvoranschlag über die ggf. entstehenden Eigenkosten?
  • Ist der Pflegedienst für die Pflegebedürftigen ständig erreichbar?
  • Gibt es ein angemessenes Hygienemanagement im Pflegedienst und werden wichtige Grundsätze z.B. zur Händehygiene eingehalten?
  • Werden alle Mitarbeiter in Fortbildungen einbezogen?

Stationäre Pflegeeinrichtungen

  • Wie ist der Pflegezustand des Bewohners? Dafür untersuchen die MDK-Prüfer unter anderem den Haut- und den Ernährungszustand des Pflegebedürftigen und prüfen eingesetzte Inkontinenzprodukte.
  • Sind Ernährungszustand und Flüssigkeitsversorgung angemessen?
  • Werden besondere Anforderungen von Menschen mit Demenz bei der Pflege und Versorgung berücksichtigt?
  • Wird alles getan, um Druckgeschwüre und Stürze zu vermeiden?
  • Entspricht die Inkontinenzversorgung den Vorgaben?
  • Werden alle verabreichten Medikamente dokumentiert und entsprechend der Pflegedokumentation gerichtet?
  • Werden Wunden nach dem aktuellen Wissenstand versorgt?
  • Nimmt die Pflegeeinrichtung freiheitseinschränkende Maßnahmen vor? Wenn ja: Sind diese gesetzeskonform?
  • Kann der Bewohner eigene Möbel mit in die Einrichtung nehmen und seinen Wohnbereich individuell gestalten?
  • Wird in der Einrichtung ein abwechslungsreiches, vielseitiges, und bedarfsgerechtes Speisenangebot vorgehalten?
  • Sind die Angebote der sozialen Betreuung auf die Bewohnerschaft ausgerichtet?
  • Werden alle Mitarbeiter in Fortbildungen einbezogen?
  • Gibt es ein angemessenes Hygienemanagement?

 

Die Ergebnisse der MDK-Qualitätprüfungen von Pflegeeinrichtungen auf Basis der Transparenzvereinbarungen werden von den Pflegekassen im Internet auf verschiedenen Seiten veröffentlicht. Die Adressen dieser Internetseiten und weiterführende Informationen finden Sie im Internetangebot des GKV-Spitzenverbandes auf der Seite http://www.pflegenoten.de/.

 

Woran Sie gute Pflege erkennen

Gute Pflegedienste oder stationäre Pflegeeinrichtungen lassen sich auch einmal „hinter die Karten“ schauen. Sie legen ihre Arbeitsweise und ihre Grundsätze offen. Die Pflege eines Menschen ist Vertrauenssache und elementar für alle Beteiligten. Vereinbaren Sie daher möglichst frühzeitig einen Besuchstermin, um sich vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen und bei dem Sie Ihre Fragen stellen können.

 

Konsequenzen bei Pflegemängeln

Stellt der MDK bei einer Qualitätsprüfung Mängel fest, so erhält die Pflegeeinrichtung von der Pflegekasse einen Maßnahmenbescheid. Darin werden die Beanstandungen aufgelistet und die Durchführung von qualitätsverbessernden Maßnahmen gefordert. Ob sich die Pflegequalität dann tatsächlich bessert, wird durch eine Wiederholungsprüfung festgestellt. Stellt der MDK besonders schwerwiegende Missstände fest, kann dies unterschiedliche Konsequenzen haben, im drastischsten Fall die Kündigung des Versorgungsvertrages durch die Pflegekassen. Die staatliche Heimaufsicht ist sogar befugt, bei gefährlicher Pflege den Betrieb der Anbieter sofort zu unterbinden.

 

Ihre Ansprechpartner

Haben Sie den Eindruck, dass zum Beispiel ein Angehöriger nicht gut gepflegt wird oder sind Sie selbst nicht einverstanden mit Ihrer Pflege? Dann sollten Sie zunächst versuchen, direkt mit dem zuständigen Pflegedienst beziehungsweise der Pflegeeinrichtung darüber zu reden.

Sofern Ihre Bedenken auf diesem Wege nicht ausgeräumt werden können, sind Ihre Pflegekasse oder der MDK die richtigen Ansprechpartner. Darüber hinaus existiert in jedem Bundesland eine staatliche Heimaufsicht, die in der Regel bei den Sozialbehörden angesiedelt ist.

 

Mehr zur Thema Pflegenoten finden Sie auch im Internet unter www.aok-pflegedienstnavigator.de oder www.pflegelotse.de

 

(Quelle: http://www.mdk.de)

Braunschweig (0531) 79 79 50

Salzgitter       (05341) 5 90 91

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